Kamerunschafe Kamerunschafe stammen ursprünglich aus Afrika. Sie sind äußerst anspruchslos und extensiv zu halten. Das besondere an dieser Rasse ist, daß sie keine Wolle im eigentlichen Sinne haben, und somit auch keine Schur erforderlich ist. Zum Winter hin bekommen sie ein dichtes Fell, vergleichbar mit einem Pferd. Dieses stoßen sie im Frühjahr innerhalb von ca. 4 Wochen ab. Dann haben sie ein ganz glattes Haar und die typischen Farbabzeichen kommen besonders schön zur Geltung. Die von Natur aus etwas scheuen Tiere werden schnell anhänglich und auch handzahm! Die Farbe ist ein kräftiges rehbraun mit schwarzen Gliedmaßen und schwarzem Unterbauch. Das Gesicht hat einen mehr oder weniger helleren Farbton. Abweichend davon findet man nahezu schwarze Tiere und stark aufgehellte Farben. Auch Scheckensind im Kommen. Die weiblichen Tiere sind hornlos wogegen die Böcke sichelförmige Hörner und eine Mähne ausbilden. Besonders wirtschaftlich sind die oft zweimaligen Ablammungen pro Jahr. Die Zahl der Lämmer pro Ablammung liegt bei ca 1,5 Stück im Durchschnitt . Erstmalig lammen die Tiere im Alter von ca. eineinhalb Jahren. Es kommen aber auch frühere Ablammungen vor. Die Tiere sind etwa mit 7 Monaten geschlechtsreif. Die Geburt ist sehr problemlos; die Lämmer sind schon nach ca. einer Stunde relativ "flink" auf den Beinen. Selbst bei frostigen Temperaturen um den Gefrierpunkt (im Stall) gibt es keine Probleme mit Geburten! Die Tragzeit beträgt 147 bis 150 Tage!
Kamerunschafe können
äußerst extensiv gehalten werden. Im Sommer reicht eine durchschnittliche
Weide und Zugang zu Wasser, das nur in geringen Mengen getrunken wird.
(Ca. 0,3 Liter pro Tier/Tag). Ein Salzleckstein wird von meinen Tieren
stets begierig angenommen, er sollte daher keinesfalls fehlen. Wichtig:
Die Leckschalen für Kühe sind für Schafe wegen des Kupfergehaltes
u.U. "tödlich", da sie eine Kupfervergiftung auslösen
können. Einfache weiße Salzlecksteine verwenden! Es sind auch
spezielle "Schafmineralmischungen" (z.B. von SALVANA) im Handel. |